Deutsche Hautkrebsstiftung

German Skin Cancer Foundation

Früherkennung

dermatoskop_2Es gibt eine nahezu unüberschaubare Vielzahl von gutartigen und bösartigen Hauttumoren. Die Unterscheidung der bei weitem überwiegenden gutartigen Hauttumoren vom Hautkrebs und seinen Vorstufen kann sehr schwierig sein und bedarf eines erfahrenen Facharztes.
Eine regelmäßige Selbstuntersuchung kann zwar dazu beitragen, neu auftretende Pigmentmale frühzeitig zu bemerken, eine eindeutige Beurteilung des Charakters der Hautveränderung ist jedoch dem Laien nicht möglich. Die neu entwickelten Verfahren zur digitalen Analyse von Hauttumoren bergen die Gefahr, falsche Sicherheit zu wecken und können die klinischen Untersuchungsmethoden des langjährig geschulten Facharztes nicht ersetzen. Hautkrebs ist früherkannt heilbar. Daher ist eine regelmäßige fachärztliche Untersuchung bei Risikopatienten sinnvoll. Es gibt einige wichtige Hinweise für ein erhöhtes Hautkrebsrisiko.

Risiko Hauttyp

Ein Risikofaktor ist der individuell angeborene Hauttyp, den man nach Reaktion der ungeschützten Haut auf ein halbstündiges Sonnenbad folgendermaßen einteilt:


Hauttyp

Reaktion auf Sonne

Charakteristika
 
I
Immer Sonnenbrand,
niemals Bräunung
Menschen dieses Hauttyps haben helle Haut, Sommersprossen,
blonde oder hellrote Haare und blaue oder grüne Augen
 
II
Immer Sonnenbrand,
schwache Bräunung
Menschen dieses Hauttyps haben helle Haut, blonde Haare und
blaue oder grüne Augen
 
III
leichter Sonnenbrand
gute Bräunung
Menschen dieses Hauttyps haben dunkle Haare und braune Augen
 
IV
nie Sonnenbrand,
immer Bräunung
Menschen dieses Hauttyps haben von Natur aus dunkle Haut,
dunkle oder schwarze Haare und braune Augen
 
Kinder
fallen aus dieser
Typengliederung heraus
Ihre Haut ist wesentlich empfindlicher und braucht intensiven Schutz.

Die Hauttypen I und II haben sie deutlich höheres Risiko, an einer der drei Hautkrebsformen zu erkranken. Die gleichen Sonnenstrahlen, die Hautkrebs verursachen, führen aber auch zur vorzeitigen Hautalterung. Die Faltenbildung setzt bei Hautyp I und II bei langjähriger Sonnenexposition deutlich früher ein als bei Hauttyp III und IV.

Risiko Muttermale

nzn_2Manche Menschen haben sehr viele Pigmentmale, und damit eine größere Wahrscheinlichkeit, dass eines von ihnen sich verändert und entartet.
Das Risiko für ein Melanom ist besonders dann erhöht, wenn bereits mehrfach veränderte Muttermale (dysplastische Naevi) festgestellt wurden.
Auch angeborene (kongenitale) behaarte Muttermale haben ein erhöhts Entartungrisiko.

Weitere Risiken

Ein gesteigertes Hautkrebsrisiko haben Sie außerdem, wenn Sie

  • in Ihrem Leben beruflich oder durch die Freizeitgestaltung viel in der Sonne waren und öfters mal einen Sonnenbrand bekommen haben
  • wenn in Ihrer Familie jemand an Hautkrebs erkrankt ist
  • wenn Sie selbst schon mal einen Hautkrebs oder eine Hautkrebsvorstufe hatten
  • wenn Sie wegen einer anderen Erkrankung Medikamente einnehmen, die das Immunsystem schwächen oder die Sonnenempfindlichkeit steigern.

Ein Risikopatient sollte sich mindestens jährlich von einem Hautarzt untersuchen lassen und den Sonnenschutz sehr ernst nehmen.