Deutsche Hautkrebsstiftung

German Skin Cancer Foundation

Plattenepithelkarzinom der Haut

stachelzelleDas Plattenepithelkarzinom der Haut (Stachelzellkrebs) ist der zweithäufigste bösartige Hauttumor in Mitteleuropa. Er entsteht aus Vorstufen die sich bei lebenslanger Sonnenlichtexposition ausbilden und kann über die Lymphbahnen metastasieren. Er bevorzugt die „Sonnenterassen“ des Körpers, wie z.B. die Lippe. Zusätzlich kann seine Entstehung auch durch den langjährigen Kontakt mit Teer (Zigarretten, berufliche Exposition) begünstigt werden.

Ist ein Stachelzellkrebs heilbar?

Die Vorstufen des Stachelzellkebs (aktinische Keratose, aktinische Cheilitis) sind durch Entfernung des betroffenen Gewebes sehr einfach zu heilen. Hierzu stehen verschiedene Möglichkeiten (Kürrettage, Laserabtragung, Kryotherapie, Operation) zur Verfügung. Auch der Stachelzellkrebs ist in der Regel durch Operation heilbar. Wie beim Basalzellkrebs können durch das zerstörerische Wachstum des Tumors funktionell wichtige Strukturen angegriffen werden und große Defekte entstehen, die operativ gedeckt werden müssen. In Problemfällen (z.B. Größe und Lokalisation des Tumors, Allgemeinzustand des Patienten) kommt als alternative Behandlung die Therapie mit Röntgenstrahlen in Frage. Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung werden meist durch Spezialzentren betreut. Für jedes Stadium der Erkrankung (Wachstum des Primärtumors, Lymphknoten- oder Fernmetastasen) existieren entsprechende Therapiemöglichkeiten, um den Krankheitsverlauf zu stoppen oder zu verzögern.

Sind Nachkontrollen erforderlich?

Die Mehrzahl der Erkrankungsrückfälle treten in den ersten zwei Jahren nach der Erkrankung auf. Daher ist eine regelmäßige Nachsorge bei einem Hautarzt unbedingt zu empfehlen. Außerdem sind der Stachelzellkrebs und seine Vorstufen Indikatoren für ein massiv lichtgeschädigte Haut. Patienten mit Stachelzellkrebs haben daher ein erhöhtes Risiko, nochmals an einer der Hautkrebsarten zu erkranken. Regelmäßige Kontrollen bieten die Chance die Vorstufen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.