Deutsche Hautkrebsstiftung

German Skin Cancer Foundation

Deutschlandweite Aufklärungskampagne „Prävention 2000+“

Hautkrebs geht jeden an – Deutsche Hautkrebs-Stiftung startet Aufklärungsinitiative zur Prävention

Die Deutsche Hautkrebs-Stiftung startet ab September 2003 die Hautkrebs-Aufklärungsinitiative „Prävention 2000+ , die unter dem Motto „Aufklärung schafft Vorsprung“ in Arztpraxen und Apotheken mit Postern und Informationsbroschüren über die Möglichkeiten der Vorbeugung informieren will. Schirmherrin der Aktion ist die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, Frau Petra Roth.

wasflHintergrund der Kampagne ist der weltweit dramatische Anstieg des Hautkrebses vor allem bei hellhäutigen Menschen. Im Fokus der Kampagne stehen dabei zunächst insbesondere die verschiedenen Formen des Oberhautkrebses. „Diese Krebsformen bleiben im Gegensatz zu dem sog. „Schwarzen Hautkrebs“ (Melanom) oft lange unerkannt. Das Basalzell-Karzinom oder Basaliom als ein Vertreter dieser Krebsform stellt den häufigsten Krebs des Menschen überhaupt dar ( etwa 10-fach häufiger als der schwarze Hautkrebs). Diese u.a.  durch Lichtschäden hervorgerufene Krebsform entsteht hauptsächlich im Gesicht und kann umliegende Gewebestrukturen zerstören. „Das Risiko wird allgemein unterschätzt, weil kleinere Läsionen der Haut selten als beginnender Tumor ernstgenommen werden“, kommentiert Prof. Dr. Roland Kaufmann, der als Direktor der Dermatologischen Klinik und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Frankfurt den Vorstandsvorsitz der Deutschen Hautkrebsstiftung inne hat. Alleine in Deutschland erkranken jährlich etwa 100.000 Menschen neu an diesen Hautkrebsformen. Immer häufiger sind vor allem jüngere Altersgruppen betroffen. Dabei ist bei entsprechender Früherkennung die Heilung von Hautkrebs in nahezu allen Fällen möglich. „Es wurden in der jüngsten Vergangenheit enorme Fortschritte auch auf dem Gebiet der nichtoperativen Behandlung von Hautkrebs-Vorstufen gemacht. Daher ist eine Früherkennung so ausschlaggebend“ kommentiert Kaufmann. Dies ist gleichbedeutend mit sekundärer Vorbeugung, die auf eine frühestmögliche Entfernung von Vorstufen oder Frühformen des Hautkrebses ausgerichtet ist, um rechtzeitig handeln und behandeln zu können.

„Unser Ziel ist daher die Stärkung der sekundären Prävention, um eine Entstehung von gefährlichen Hautkrebsstadien erst gar nicht zuzulassen. Denn nirgends ist Vorbeugung und Früherkennung so einfach, wie bei dieser Erkrankung“, so Kaufmann weiter. Schwieriger gestaltet es sich mit der primären Prävention, die auf eine Veränderung der Lebensgewohnheiten abzielt und hier insbesondere Sonnenschutz bedeutet. Dies kann man am ehesten noch den Eltern in der Fürsorge für ihren Nachwuchs, aber auch natürlich den Kindern selbst in spielerischer Weise vermitteln.  Insbesondere bei Kindern und Eltern müsse daher ein Bewusstsein für die Gefährlichkeit einer übermäßigen Sonnenstrahlung und die einfach zu handhabende Vermeidungsstrategie vor Sonnenbränden geschaffen werden. Denn „zuviel Sonnenstrahlung in der Kindheit führt zu einem erhöhten Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Daher sollen Kinder so früh wie möglich vor übermäßiger Sonnenbestrahlung geschützt werden.“ Die jetzige Aktion setzt daher bewusst nicht auf den Mechanismus der Abschreckung, sondern will das Präventionsverhalten wie ausreichender Sonnenschutz und regelmäßige Kontrollen positiv besetzten. Die zentralen Botschaften der Kampagne zielen unter dem Motto „Aufklärung schafft Vorsprung“ denn auch auf die Vermeidung und die Früherkennung. „Hierfür muss ein deutlich stärkeres Bewusstsein geschaffen werden“, erläutert Kaufmann die Ziele der Aktion.